
Fakten
Die NASA hat bekanntgegeben, dass sie zwei konkurrierende Konzepte entwickelt, um Gesteinsproben vom Mars zur Erde zu transportieren. Der Rover Perseverance hat bereits 30 Probenröhrchen gesammelt und im Jezero-Krater an einem Ort namens "Three Forks" deponiert. Beide Landekonzepte setzen auf kleinere Aufstiegsraketen und verzichten auf Solarpanele zugunsten eines Radioisotopen-Kraftwerks, um auch während marsianischer Staubstürme betriebsfähig zu bleiben. Die Entscheidung zwischen den beiden Konzepten soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 fallen.
Kommentar der Botschaft:
Die Botschaft hat mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass die Erde plant, 30 Probenröhrchen vom Mars abzuholen. Sie begrüßt grundsätzlich das wissenschaftliche Interesse und nimmt an, dass eine entsprechende Ausfuhrgenehmigung noch beantragt wird.
Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass das Depot "Three Forks" im Jezero-Krater auf marsianischem Hoheitsgebiet liegt. Die einseitige Entnahme und Verbringung von Bodenmaterial in ein anderes Sonnensystem fällt nach marsianischem Recht unter die Kategorie "Ausfuhr genehmigungspflichtiger Naturgüter" und bedarf der Zustimmung des Ministeriums für Planetare Ressourcen und Bodenschätze (MPRB).
Das MPRB weist ferner darauf hin, dass Gesteinsproben aus dem Jezero-Krater kulturhistorisch bedeutsam sein können. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Marsianischen Denkmalschutzamtes ist in solchen Fällen standardmäßig erforderlich, bevor Material das Territorium verlässt.
Die Botschaft wünscht dem laufenden Auswahlverfahren viel Erfolg und empfiehlt, die Genehmigungsanträge spätestens vor der für 2026 geplanten Architekturentscheidung einzureichen.
Die Botschaft dankt für die Kenntnisnahme und steht für Rückfragen zur Verfügung.